Amiga 500 Mainboard

Dev.Fedorado

Fedora, Darktable and Canon CR3 files

Note to myself, but maybe you found this article via search engine... ūüôā

Symptome: You are trying to post-process a Canon CR3 RAW image file with Darktable, but it doesn't show any CR3 files.

Reason: Darktable uses LibRaw for reading CR3 files, which in turn uses exiv2. New file formats are not compiled into Fedora's exiv2 though, presumably for licensing or patent reasons (see this bug report, tl;dr).

Solution: Uninstall Fedora's Darktable version (either via dnf remove darktable or flatpak uninstall darktable), and install the flathub version via flatpak install darktable.

If you used the dnf version, you can copy the ~/.config/darktable directory to ~/.var/app/org.darktable.Darktable/darktable to keep your Darktable configuration.

Special: Festplatten richtig löschen

Tageb√ľcher und private Fotos, pers√∂nliche E-Mails, Bankverbindungen und Kreditkartennummern, Passw√∂rter‚Ķ Oft sind wir uns gar nicht bewusst, was f√ľr pers√∂nliche und geheime Informationen unsere Festplatten gespeichert haben. Nehmen wir uns nur mal als Beispiel das Cookie, durch das wir uns nicht mehr im Onlineshop anzumelden brauchen, oder all die Passw√∂rter, die der Passwort-Manager des Browsers bequemerweise f√ľr uns gespeichert hat.

So gibt es immer wieder Aufsehen erregende Berichte √ľber Computer oder Festplatten mit h√∂chst vertraulichem Inhalt, welche gebraucht verkauft wurden, ohne vorher ausreichend gel√∂scht worden zu sein. Ein anderes, etwas am√ľsanteres Beispiel stammt von dem K√§ufer eines gebrauchten Notebooks, welches sich als defekt herausstellte. Da der Verk√§ufer nicht bereit war, das Geld zur√ľckzugeben, ver√∂ffentlichte der Betrogene aus Rache allerlei private und delikate Details, die er auf der Festplatte des Notebooks vorfand.

Trotzdem kann es vorkommen, dass man Festplatten in fremde H√§nde gibt, weil man sie verkaufen, zur√ľckgeben oder entsorgen m√∂chte. Wie l√∂scht man dann alle vertraulichen Daten sicher und zuverl√§ssig?

Ein paar wichtige Worte vorweg!

Dieser Artikel bezieht sich auf Linux-Systeme und richtet sich haupts√§chlich an Privatpersonen. Nicht etwa, weil ihre Daten weniger sch√ľtzenswert w√§ren, sondern weil der Gesetzgeber bei gewerblich genutzten Festplatten mit personenbezogenen Daten eine fachgerechte und dokumentierte L√∂schung der Daten erwartet.

In diesem Artikel beschreibe ich au√üerdem, wie Daten sicher und zuverl√§ssig gel√∂scht werden. Mit nur einer Fehleingabe k√∂nnen in Sekundenschnelle auch Daten vernichtet werden, die eigentlich nicht gel√∂scht werden sollten. Man sollte deshalb genau darauf achten, ob das Festplatten-Device wirklich das gew√ľnschte ist, und sich das Kommando lieber einmal mehr anschauen, bevor man die Eingabetaste dr√ľckt. Wichtige Daten, die nicht gel√∂scht werden sollen, sollten stets auf einem aktuellen Backup gesichert sein.

Im folgenden Text wird die zu l√∂schende Festplatte beispielhaft unter /dev/sdX angesprochen. Man sollte mit hdparm -I /dev/sdX vorab pr√ľfen, ob es sich tats√§chlich um das zu l√∂schende Festplattenmodell handelt.

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Fedora: SSD kurz und schmerzlos

Es gibt schon viele Artikel, wie man SSD-Festplatten richtig in Linux einbindet. Aber entweder sind sie veraltet, unvollst√§ndig oder recht lange. Also, hier eine tl;dr-Fassung ‚Äď SSD mit Fedora, kurz und schmerzlos.

Trimming

Wenn die SSD trimming kann (was mittlerweile bei ziemlich allen SSDs auf dem Markt der Fall ist), sollte es nat√ľrlich auch verwendet werden. Dadurch erm√∂glicht man wear levelling, gibt also der SSD die M√∂glichkeit, den Verschlei√ü der Speicherzellen zu verteilen.

Seit Fedora 33 ist Trimming bereits standardmäßig aktiviert. Hier braucht man sich keine weiteren Gedanken mehr zu machen.

Bei älteren Fedora-Versionen muss man den Trim-Timer einmalig manuell aktivieren:

sudo systemctl enable fstrim.timer

Die Dateisysteme werden dann wöchentlich gesäubert.

Das Trimming kann mit dem Kommando fstrim auch jederzeit von Hand erfolgen:

sudo fstrim -v /
sudo fstrim -v /home

Swappiness

SSDs können beliebig oft und schnell gelesen werden, verschleißen aber bei Schreibzugriffen. Swapping auf eine SSD-Partition ist zwar möglich, aber der Lebensdauer nicht sehr zuträglich. Folgende Zeilen in der /etc/sysctl.conf reduzieren das Auslagern auf die Swap-Partition auf ein Minimum.

vm.swappiness=1
vm.vfs_cache_pressure=50

Bei den g√ľnstigen Preisen selbst f√ľr √ľppige RAM-Ausstattung w√§re es bei Desktop-Rechnern eine √úberlegung wert, ob man eine Swap-Partition √ľberhaupt noch ben√∂tigt. Nachtr√§glich kann sie durch Auskommentieren der entsprechenden Zeile in der /etc/fstab deaktiviert werden.

Kompakt und leise

ASRock DeskMini A300 Kompakt, schnell und leise ist eine Herausforderung beim Selbstbau eines PCs. Meistens bekommt man nur zwei dieser Eigenschaften auf Kosten der dritten. Ich habe mich trotzdem an einen Versuch gewagt.

Das Ergebnis ist:

  • Geh√§use und Mainboard: Das ASRock DeskMini A300 ist ein Barebone, das kaum gr√∂√üer ist als ein ATX-Netzteil. Trotzdem hat es genug Platz f√ľr einen Prozessor mit AM4-Sockel und einer Verlustleistung von bis zu 65 Watt. Dazu passen zwei 2,5-Zoll-Festplatten und zwei M.2-SSDs hinein. WLAN gibt es optional dazu. Versorgt wird das Ger√§t mit einem externen 300W-Notebook-Netzteil.
  • K√ľhlung: Ich verzichtete auf den beigelegten K√ľhlk√∂rper und baute ein Noctua NH-L9a-AM4 ein. Die L√ľfter- und K√ľhlk√∂rper-L√∂sung ist wie f√ľr dieses Geh√§use gemacht. Der L√ľfter ist enorm leise. Selbst unter Last ist nur ein leises Rauschen zu h√∂ren, das √ľberhaupt nicht st√∂rt.
  • CPU: Hier setzte ich auf einen AMD Ryzen 5 2400G, welcher sich bereits in meinem PC unter Linux bew√§hrt hat. Mit 65 Watt TDP passt er in das Geh√§use und bietet mehr aus ausreichend Leistung f√ľr Office-Anwendungen, Video-Streaming und einfache Games.
  • RAM: 8 GB DDR4-2400 SO-DIMM als Kit mit 2x 4 GB. F√ľr den gedachten Anwendungszweck reicht das. Bei einer Best√ľckung beider Slots mit Dual Rank-Modulen ist bei 2400 MHz Schluss, so dass der Kauf h√∂her getakteter Speicherriegel nur Geld verschwendet h√§tte.
  • SSD: Als Festspeicher wurde eine vorhandene 2,5-Zoll SATA-SSD weiter verwendet.

Das System lie√ü sich z√ľgig zusammenbauen. Problematisch war lediglich die Montage des Noctua-K√ľhlers. Daf√ľr muss die vorhandene Halterung samt Bodenplatte entfernt werden. Anschlie√üend wird W√§rmeleitpaste auf die CPU aufgetragen, der K√ľhler daraufgelegt und von unten auf die beigelegte Bodenplatte geschraubt. Es erfordert schon ein wenig Geschick, den K√ľhlk√∂rper dabei so wenig wie m√∂glich zu bewegen, um die W√§rmeleitpaste nicht zu verschmieren. SATA-Festplatten werden mit einem Spezialkabel mit dem Mainboard verbunden. Auch hier war es ein wenig Fummelei, den Spezialstecker auf das Mainboard zu stecken.

Bei einem ersten Test bootete ein Fedora 29-Livesystem auf der Maschine. Nachdem ich aber das BIOS auf die aktuelle Version 3.40 aktualisiert hatte, verweigerte das Livesystem selbst im Kompatibilitätsmodus den Dienst. Erst Fedora 30 (welches derzeit noch im Beta-Stadium ist) bootete problemlos und ließ sich ebenso leicht installieren.

Das System arbeitet unter Fedora 30 einwandfrei und stabil, selbst mit zwei angeschlossenen Monitoren. Beeindruckt hat mich vor allem der ruhige, nahezu lautlose Betrieb, der trotz dieser kompakten Abmessungen m√∂glich ist. Dar√ľber hinaus l√§sst sich ein solches System f√ľr einen verh√§ltnism√§√üig g√ľnstigen Preis zusammenbauen. Es eignet sich bestens als kompakter Schreibtischrechner oder anspruchsvoller HTPC.

Google Earth Pro auf Fedora installieren

In dem Fedorablog, den ich ganz fr√ľher mal geschrieben hatte, hatte ich ein regelm√§√üig wiederkehrendes Thema: Die Installation von Google Earth. Lange Zeit war das echte Handarbeit, obwohl Google ein RPM-Paket bereitstellte.

Seitdem sind viele Jahre vergangen. Mittlerweile stellt Google die ehemals kostenpflichtige Pro-Version von Google Earth zum kostenlosen Download f√ľr Linux zur Verf√ľgung. Und auch die Installation ist gl√ľcklicherweise kein Problem mehr. Es reicht schon, das RPM-Paket zu installieren:

sudo dnf install google-earth-pro-stable-current.x86_64.rpm

Auf deutschen und √∂sterreichischen Systemen¬Ļ muss anschlie√üend noch eine kleine manuelle √Ąnderung vorgenommen werden. Der Grund daf√ľr ist, dass die Google-Server bei der Ortssuche Geokoordinaten mit Dezimalpunkt ausliefern, das System aber das bei uns √ľbliche Dezimalkomma erwartet und die Zahlen deshalb nicht verarbeiten kann. Die virtuelle Erdkugel dreht sich dann immer mitten auf den Atlantik statt auf die gew√ľnschte Markierung.

Eine einfache L√∂sung ist, die Datei /opt/google/earth/pro/googleearth mit einem Texteditor zu bearbeiten (Root-Rechte erforderlich) und in der letzten Zeile der Datei ein LC_NUMERIC=us_US.UTF-8 einzuf√ľgen:

LD_LIBRARY_PATH=.:$LD_LIBRARY_PATH LC_NUMERIC=us_US.UTF-8 ./googleearth-bin "$@"

Danach sollte Google Earth Pro problemlos und stabil laufen.


¬Ļ) Nach meinen Recherchen verwendet ein Linux mit schweizerdeutscher Einstellung den Dezimalpunkt. Die Anpassung ist dann nicht n√∂tig, schadet aber auch nicht.