Trois Îles, Luxembourg

Lenovo ThinkPad X100e und Fedora 13 - Teil 1

Mit dem ThinkPad X100e hat Lenovo ein ziemlich attraktives Netbook auf den Markt gebracht, nicht zuletzt wegen des Designs, der Ausstattung und des Preises. Doch wie steht es mit der Linux-Unterstützung? Und lässt sich die einzige wirkliche Schwäche, der stromhungrige Prozessor, auch unter Linux ein wenig lindern?

In diesem ersten Teil beschreibe ich erst einmal die Hardware selbst. Der zweite Teil wird sich mit der Installation von Fedora 13 auf dem System beschäftigen, und im dritten Teil gebe ich dem System noch einen letzten Schliff, Stromsparmaßnahmen inklusive.

Aber schauen wir uns das ThinkPad erst einmal etwas näher an...

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Fedora? Bitte hier entlang...

Wie heißt es so schön: Immer wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue.

Auf dem Fedorablog habe ich gestern das letzte Posting geschrieben. Die Site werde ich voraussichtlich Ende September schließen. Amerikanische Firmen müssen ihre Marke verteidigen, sonst verlieren sie sie. Die Erfahrung durfte ich 1998 schon mit der Firma Palm machen, und jetzt halt wieder. Wobei Red Hat sich da wesentlich community-freundlicher benimmt! Allerdings ist der Vertrag in amerikanischem Legalese geschrieben, und verlangt auch die dort üblichen Markenzeichen-Symbole (wie “Fedora®”). Im Endeffekt also viel Aufwand, nur um in Lizenz eine Domain benutzen zu dürfen. Wozu?

Ich sehe den Umzug in meinen privaten Blog eher als einen Neuanfang... Den Nachrichtenumfang vom Fedorablog werde ich (schon aus Zeitgründen) nicht beibehalten, also nicht die Release jeder Alpha-, Beta oder Final ankündigen oder es melden, wenn yum mal wieder klemmt.

Andererseits: Das Fedorablog repräsentierte die Community, weshalb ich meine persönliche Meinung weitgehend in den Hintergrund gestellt hatte. In meinem persönlichen Blog brauche ich auf solche Sachen nicht mehr zu achten. Auch nicht schlecht...

Wie geht es jetzt weiter? Ich werde die Artikel im Fedorablog sichten. Vieles davon ist mittlerweile obsolet (zum Beispiel, dass Fedora 7 veröffentlicht wurde) und kann an sich weg. Andere Artikel werde ich in das Fedora Wiki stellen oder hier in das Blog übernehmen. Die ganzen Arbeiten werde ich im Oktober erst beginnen können, also bitte ein wenig Geduld. 😀

Neue Artikel zum Thema Fedora (und weiteren Linux-Distributionen) wird es unter der Kategorie “Fedorado” geben. (Danke an Jan Ehrhardt für diese geniale Idee.)

Und zu der “Primer”-Kategorie aus dem Fedorablog, die bei dem Setup eines neu installierten System hilfreich ist, lasse ich mir auch noch etwas einfallen.

Raising Elephants...

Der Linux-Kern hat den Ruf, äußerst stabil zu sein. Der X-Server dagegen bleibt gelegentlich hängen, vor allem in der Beta-Version, die seit Fedora 9 installiert wird. Der Rechner reagiert dann auf keine Eingaben mehr, und der einzige Ausweg scheint eine Zwangsabschaltung zu sein. Der Kernel “lebt” aber meist noch. Dann hilft die Magische S-Abf-Taste, um das System kontrolliert herunterzufahren.

Diese Funktion ist bei Fedora standardmäßig abgeschaltet. Um sie zu aktivieren, öffnet man als root die Datei /etc/sysctl.conf und ändert dort die Zeile kernel.sysrq wie folgt ab:

kernel.sysrq = 1

Nach einem Neustart steht die Taste zur Verfügung. Zusätzlich kann sie mit dem Kommando echo 1 > /proc/sys/kernel/sysrq sofort aktiviert werden.

Sollte sich das System dann wieder einmal aufhängen, hält man die Tasten ALT und S-Abf gedrückt und tippt ganz langsam die Buchstabenfolge REISUB ein. Wenn alles gut gegangen ist, startet das System neu. Die Buchstabenkombination lässt sich mit einer kleinen Eselsbrücke merken: “Raising Elephants Is So Utterly Boring”.