Water reflections on a roof

Shredzone à la Amiga

Look what I have found... This is my very first shredzone, as it was online from 1998 to 2003. First it was hosted by my internet provider. Then, on April 15th 2000, I registered my own domain – shredzone.de – and moved my site to a professional hoster.

The site did not use a fancy content mangagement system, but consisted only of static HTML pages. It was built on my Amiga using a preprocessor called HSC, an acronym for HTML Sucks Completely. 😜 Some parts like the gallery or the download area were generated by accompanying ARexx scripts. It was incredibly easy to add content to the site. Basically it was just adding or changing a file, and then invoking smake to rebuild the affected parts of the site within seconds, including the navigation. It was a big advantage that I was going to miss badly later.

At that time I did not use CVS yet, so sadly all the past versions and changes have been lost. The only version I still have is the final one on my Amiga harddisk. I have found the project today, by a rather lucky accident. It was only the source code though, the final compiled version has got lost over the years. There is a Linux port of HSC, so basically I could rebuild the site on my Linux machine. But the ARexx parts require an Amiga environment, and porting them to Linux would have consumed too much time.

So I started an Amiga emulator and, thanks to the good shape of the project that the past Amiga me has left the present Linux me, I actually only needed to run smake to rebuild the entire homepage in just 3 minutes.

The requirement to run on an Amiga, was what later broke the neck of this homepage. When the Amiga platform died, I moved on to Linux, but I could not move my homepage with me. So, in 2003, I replaced it with a self-made content management system that was written in PHP and was called Akiko. It had some nice features, but on the other hand it was rather tedious to add new content. Because of that, I badly neglected my homepage in those years.

In 2010, Akiko was replaced by a self-made blog system that is written in Java and is named Cilla. Even after a major redesign in 2018, it is still in use today. 🙂

Special: Emulatoren

Dass die Computergenerationen immer leistungsfähiger werden, hat einen interessanten Nebeneffekt: Es ist dadurch möglich, dass ein moderner Computer einen alten Computer vollständig simuliert, Spezialhardware eingeschlossen. Man spricht dann davon, dass der alte Computer emuliert wird. Die dazugehörige Software heißt Emulator.

Dieses Special beschäftigt sich mit einer Auswahl der Emulatoren, die es für Fedora gibt.

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Herzlichen Glückwunsch, Amiga

Heute vor 20 Jahren wurde der Amiga das erste Mal in der Öffentlichkeit gezeigt.

Ich möchte an der Stelle meine ganz persönlichen Glückwünsche an den Amiga loswerden. Kein Computer hat mich so geprägt wie er.

Computerbegeistert war ich schon als 10-jähriger Knirps. Ich löcherte meine Grundschullehrerin damals schon mit Fragen über die Berechnung trigonometrischer Funktionen mit Taylor-Reihen, und kannte in der vierten Klasse schon die BASIC-Grundlagen, noch bevor ich meine erste Fremdsprache lernte.

Dann sah ich im Fernsehen (in einer Computersendung im Öffentlich Rechtlichen) zum ersten Mal einen Amiga 1000. Die Grafik- und Soundfähigkeiten waren für die damalige Zeit schier unglaublich, und anfangs suchte ich tatsächlich noch nach dem Haken an der Sache, zum Beispiel, dass man einen Amiga nur ein paar Stunden betreiben dürfe, da er sonst überhitzen würde.

Aber dem war natürlich nicht so, wie ich mich kurze Zeit später selbst überzeugen konnte. Ein Mitschüler bekam einen Amiga 500, und ich bewunderte staunend bunte Spiele und fetzige Demos mit richtiger Musik statt dem C64-Synthigedudel - und war grün vor Neid.

Ich begann meine Eltern zu bekneten, und 1988 bekam ich dann tatsächlich mit 16 meinen eigenen Amiga 500 geschenkt. Die damalige Pflichtlektüre, das legendäre Amiga Intern von Data Becker, verschlang ich in einer Woche, mit dem 68000-Assembler-Befehlssatz als Dessert. Noch bevor ich meinen Amiga hatte, wusste ich, wie die Wunderkiste funktioniert.

Als er dann endlich auf meinem Tisch stand, machte ich mich gleich an die Arbeit und lernte, die für die damalige "Szene" üblichen Demos, aber auch Programme zu schreiben. Damals noch am Betriebssystem vorbei. Eines meiner Programme von damals war der Mega SoundCracker, welcher in der Lage war, den Speicher nach Musik abzusuchen, die zum Beispiel ein Demo dort nach einem Reset hinterlassen hat.

Dann kam Kickstart 2.0, und damit auch die späte Einsicht, dass das Betriebssystem vielleicht doch nicht so unnütz ist. Denn damals funktionierten viele Spiele und Demos nicht mehr, weil sie sich nicht an die Programmierrichtlinien von Commodore hielten. Die Händler schoben die Schuld jedoch dem Amiga in die Schuhe und vergraulten so manchen Kunden mit dieser Falschaussage.

Ich beschäftigte mich seit dem neuen Kickstart mit dem Amiga-Betriebssystem - und fand etwas vor, was selbst für heutige Maßstäbe noch modern ist. Ein präemptives Multitasking zum Beispiel, Speicher- und Resourcenmanagement, oder etliche fertige Programmbibliotheken, die nur benutzt werden wollten. Das damals schon marktbeherrschende Windows 3.1 sah alt dagegen aus, und selbst Windows 95 kam längst nicht an die Fähigkeiten heran. AmigaOS ist sehr vergleichbar mit Unix. Die Änlichkeiten sind so groß, dass textbasierte Unix-Programme sogar relativ problemlos auf dem Amiga kompiliert werden konnten.

Schließlich wurde mir der Amiga 500 zu klein, und 1994 holte ich mir von meinem sauer verdienten Zivi-Sold einen Amiga 4000. Meine Arbeit dort verlegte sich eher hinter die Kulissen. Ich habe zwar versucht, das eine oder andere Anwendungsprogramm zu schreiben, bei EuraTools und SoundBox sogar mit Erfolg, aber meistens arbeitete ich an Bibliotheken.

Besonders stolz bin ich auf die maestix.library. Für die MaestroPro-Soundkarte (mit optischen Ein- und Ausgängen, damals revolutionär) lieferte der Hersteller leider keine Treiber mit. Ich nervte die Entwickler auf den Amiga-Messen, wurde aber stets nur vertröstet oder vertrieben. Dann setzte ich mich hin und programmierte selbst einen Treiber. Er funktionierte resourcenschonend und stabil - und so gut, dass ich eines Tages sogar einen Anruf vom Hersteller bekam, ob ich nicht für sie programmieren möchte.

Der Konkurs von Commodore 1994 traf mich hart, war aber an sich trotzdem für mich abzusehen gewesen, denn Commodore begang damals einen Managementfehler nach dem anderen. So verschwanden fertige Konstruktionspläne für einen neuen Amiga-Chipsatz in der Schublade, und sie weigerten sich trotz rückläufiger Verkaufszahlen beharrlich, Werbung für den Amiga zu machen. Sie sahen im Amiga selbst nur einen C64-Nachfolger, der alleine durch Mundpropaganda beworben wurde. Commodore unterschätzte die Fähigkeiten des Rechners, und ihre Einstellung war nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass dem Amiga immer der Makel eines "Spielcomputers" anlastete. Ausgerechnet Windows, für das heute die meisten Spiele erhältlich sind, galt damals als seriöse Alternative.

Trotz Konkurs hielt ich dem Amiga die Treue, verfolgte die kommenden spannenden Jahre mit ihren Höhen und Tiefen. Der Kauf von Escom, neue Amigas wurden entwickelt, dann ging auch Escom pleite. Gateway erbarmte sich als nächster, stellte Amiga dann auf eigene Beine.

Die Zeit, die darauf folgte, war jedoch tragödisch. Firmen wie Haage&Partner, Phase 5 und Amiga zerfleischten sich gegenseitig in Wettbewerb um die kommende Amiga-Generation, und haben vor lauter Kleinkrieg das gemeinsame Ziel vor Augen verloren. Eine Folge war, dass oft genug Amiga-Modelle angekündigt wurden und sich dann wieder in Luft auflösten.

Mein Amiga 4000 war zu der Zeit schon hochgerüstet, steckte in einem riesigen Tower und hatte etliche Erweiterungskarten in seinem Bauch. Aber dennoch geschah das, was kommen musste: der PC holte zusehends auf und überholte schließlich, was Grafik-, Sound- und Rechenleistung anging. Linux kam auf den Markt und etablierte sich zusehends als echte Alternative zu Windows.

Im Jahr 2000 entschloss ich mich dann, den Amiga aufzugeben. Der Entschluss fiel nicht leicht, aber eine alte Indianerweisheit sagt: wenn du auf einem toten Pferd sitzt, steig ab.

Mittlerweile bin ich mit Linux ganz zufrieden, da mich vieles an den Amiga erinnert. Der Amiga-Emulator UAE ist auf modernen Rechnern auch schon leistungsfähig genug geworden, um selbst anspruchsvolle Nostalgietrips zu emulieren.

Mein Amiga 4000 steht nun wieder in seinem Desktop-Gehäuse unter dem Schreibtisch. Den Ehrenplatz hat er sich verdient.

Herzlichen Glückwunsch, Amiga!

Ruhe in Frieden, Amiga!

Gute alte Zeit

Die Soundfähigkeiten der Commodore-Computer C64 und Amiga sind legendär.

Als die Rechner auf den Markt kamen, dudelten sie alles andere locker an die Wand. Während andere Heimcomputer und auch der IBM-Kompatible gerade mal Pieplaute von sich geben konnten, hatte der C64 einen 3-kanäligen Synthesizer und der Amiga sogar vier echte Stereo-Soundkanäle.

Dementsprechend haben die Musikeigenschaften die C64- und Amiga-Generation geprägt. Einige der damaligen Musiker haben es in den kommerziellen Markt geschafft, zum Beispiel Sven Väth oder Snap.

Hobby-Musiker haben sich nun den Klassikern angenommen und sie teils mit moderner Technik, teils mit den schrägen Originalsounds aufgepeppt. Das Ergebnis ist mehr als beeindruckend und braucht sich teilweise qualitativ gar nicht mal gegen Kommerzmusik zu verstecken.

Ein paar interessante Links:

  • remix.kwed.org ist ein schier unerschöpflicher Vorrat an C64-Remixen. Respekt!
  • amigaremix.com bietet etliche Amiga-Remixe
  • SLAY Radio ist ein Online-Radio mit C64-Remixen nonstop. Achtung: absolute Suchtgefahr!
Raytrace

In dieser Galerie zeige ich ein paar selbst gemachte Raytrace-Bilder, die ich auf meinem Amiga 4000/060 mit Maxon Cinema erstellt habe. Leider endete das Hobby mit meinem Umstieg auf Linux. Vielleicht fange ich aber irgendwann wieder damit an...

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