Peace Memorial Park, Hiroshima

Teneriffa 2004, Pico del Teide

Der Teide ist mit 3707 m der höchste Berg Spaniens. Mit einer Seilbahn gelangt man recht bequem bis fast an die Kraterspitze. Von hier kann man eine herrliche Aussicht genießen oder zum Gipfel weiterwandern, wofür man allerdings eine Sondergenehmigung benötigt.

Die Temperaturen waren ziemlich frostig, ich hätte gerne meine Handschuhe dabei gehabt.

Ein Seilbahnticket ist mit €20 pro Person nicht gerade billig. Im Kleingedruckten steht, dass die Höchstaufenthaltsdauer 1 Stunde ist. Vor der Abfahrt wird kontrolliert, also sollte man darauf achten, rechtzeitig wieder an der Seilbahnstation zu sein.

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Teneriffa 2004, Montaña Blanca

Der Montaña Blanca ist ein Berg neben dem Teide mit einer Höhe von 2750 Metern.

Der Wanderweg startet an einem Touristeninformationscenter und geht quer durch eine karg bewachsene Berglandschaft an den Huevos del Teide vorbei zum Gipfel. Die Wanderung war für 4 3/4 Stunden angesetzt, wir brauchten aber noch ein gutes Stück länger, weil die dünne Höhenluft das Wandern erschwert. Die Aussicht vom Gipfel entschädigte für die Strapazen allerdings. Und wer noch sehr viele Kraftreserven hat, kann vom Montaña Blanca aus den Teide selbst erklimmen. ;-)

Wer diese Strecke nachwandern möchte: es ist die Wanderung Nr. 50 im Rother Wanderführer Teneriffa.

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Teneriffa 2004, 3D

Ein paar 3D-Bilder von Teneriffa. Zum Betrachten sollte dein Kopf mindestens einen Meter vom Bildschirm entfernt sein. Dann schaust du auf die Naht zwischen die zwei Bilder und fängst an zu schielen, bis die beiden Bilder zu einem verschmolzen sind. Mit ein klein wenig Übung siehst du dann ein dreidimensionales Bild, ganz ohne Hilfsmittel.

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Ende der Abzocke

Liebe junge Leute, um diesem Artikel von 2004 etwas Sinn zu geben: Zu der Zeit war es noch üblich, sich mit einem Modem ins Internet einzuwählen. Man wählte die Rufnummer seines Providers und surfte dann zum Minutenpreis. Bei der Betrugsmasche, um die es hier geht, stellte eine Malware - der so genannte Dialer - die Rufnummer heimlich auf eine teure Abzock-Nummer um. Die "Überraschung" kam dann zum Monatsende in Form einer Telefonrechnung in vierstelliger Höhe.

Heutzutage geht praktisch jeder per DSL, Kabel oder Mobilfunk ins Internet. Dort funktioniert die Masche schon technisch nicht.

Kaum etwas verkörpert die Abzocke im Internet besser als der so genannte Dialer. Selbst Gesetzesänderungen schienen ihm kaum etwas anhaben zu können. Doch jetzt hat das BGH Recht gesprochen.

Ein Dialer ist ein Programm, dass die Internet-Verbindungseinstellungen des Rechners auf einen anderen Anbieter umstellt; meist auf eine teure 0190- oder 0900-Nummer. Die wenigen seriösen Dialer, die die Verbindungskosten vorher deutlich bekannt geben, sind dabei von dem Urteil nicht betroffen. Es geht hier vielmehr um die "Abzock-Dialer", welche das System unbemerkt umstellen. Wenn sie vorher überhaupt fragen, geben sie sich lediglich als "Optimierungstool für Internet-Verbindungen" aus, verschweigen die dabei anfallenden immensen Kosten jedoch. Wenn man die Frage, ob er sich installieren soll, verneint, installieren sie sich meist erst recht, und auch eine Deinstallation hilft selten wirklich. Andere Dialer installieren sich völlig verborgen. Abzock-Dialer durchseuchen das Netz zunehmend, man findet sie nicht mehr nur auf Pornoangeboten, sondern auf Seiten zur Währungsumrechnung oder mit Geburtstagsgedichten, in E-Mails und mittlerweile sogar auf Webseiten, die speziell für Kinder gemacht sind. Manche nutzen Sicherheitslücken des Windows-Betriebssystems, um sich unbemerkt aktivieren zu können.

Selbst ein kürzlich dazu erlassenes Gesetz, das eine Registrationspflicht für Dialer eingeführt hat und die Kosten begrenzt, konnte dem Treiben kaum einhalt gebieten. Wer sowieso Recht bricht, schert sich wenig um neue Gesetze.

Das Problem des betrogenen Kunden ist, dass der Betrüger selten auszumachen ist. Die 0190-Nummern werden von der RegTP im Block an Netzbetreiber vergeben, welche ihrerseits Teile des Blockes an Mehrwertdienstunternehmen vermieten. Oft sitzt hinter den betrügerischen Dialer-Unternehmen jedoch eine Briefkastenfirma im Ausland. Es fällt immens schwer, überhaupt die Adresse des Betrügers ausfindig zu machen, und wenn er im Ausland sitzt, hat man schließlich wenig Chancen, sein Geld zurück zu erhalten.

Der Telefonnetzbetreiber, der seinem betrogenen Kunden eigentlich helfen sollte, zuckt meist mit den Schultern, weil er die gleichen Probleme hat, den Betrüger ausfindig zu machen - aber verdient dennoch an dem ergaunerten Geld mit, da er einen Teil der 0190-Gebühren für Mehrwertdienste einbehält.

Die Forderung nach Gegenmaßnahmen verpufften. So recht schienen die Netzbetreiber kein Interesse zu haben, ihre Kunden zu schützen und den Betrugsmaschen ein für allemal einen Riegel vorzuschieben.

Das Urteil des BGH vom Freitag wird dies nun ändern. Das BGH hat nämlich festgestellt, dass der Netzbetreiber an den 0190-Nummern mitverdient, und deshalb auch ein Risiko mittragen muss. Für den Kunden heißt es, wenn er einen betrügerischen Dialer untergeschoben bekommen hat, braucht er die von ihm verursachten Gebühren nicht zu zahlen, sondern nur die Onlinegebühren, die er hätte bezahlen müssen, wenn der Dialer nicht installiert gewesen wäre. Der in diesem Fall beklagte Telefonnetzbetreiber blieb also auf den Gebühren von €9000 sitzen, die der Dialer beim Kunden verursacht hatte.

Zugegeben: der Netzbetreiber ist nicht Verursacher des Problems gewesen, er hat jetzt lediglich den schwarzen Peter zugeschoben bekommen. Allerdings hat der Netzbetreiber eher die Macht und die Möglichkeit, die Verträge mit den Mehrwertdiensteanbietern zu gestalten und zum Beispiel die Haftung für betrügerische Dialer weiterzureichen, bis es letztendlich den Betrüger selbst treffen würde. Damit würde dieser Sumpf der Abzock-Dialer endgültig ausgetrocknet werden.

Und das wird auch wirklich höchste Zeit!

Das BGH-Urteil trägt das Aktenzeichen III ZR 96/03.