Glaubst du an Geister und Gespenster?
In unserer realen Welt tun wir das für gewöhnlich nicht. Aber wie sieht das in einer Traumwelt aus, die an sich schon nicht rational ist?
In der Episode “Élodies Fluch” gehen Miray und Dian dieser Frage auf den Grund.
Der Plot
In dieser Traumreise besucht Miray ihre Tante und ihren Onkel in einem französischen Landhaus. Mit dabei ist Dian.
Der gemütliche Besuch endet jäh, als während des Abendessens ein Gespenst am See erscheint. In der Nacht setzt sich der Spuk fort, durch ein lautes Poltern, dass das Gebäude bis ins Fundament erschüttert.
Sind Geister am Werk? Dian und Miray gehen auf Suche und finden bald eine heiße Spur, welche sie in Lebensgefahr bringt.
Die Kulisse
Diese Episode kristallisierte sich aus einer einzigen Szene heraus, die ich von Anfang an im Kopf hatte: Ein altes Haus, es ist Nacht, ein Gewitter tobt, und drinnen beginnt ein Spuk.
Als Kulisse wählte ich ein Landhaus irgendwo in Frankreich, im Frühsommer des Jahres 1936. Das Haus zeigt seine bewegte Geschichte von Anfang an. Es hat einen ungewöhnlicher Turm, eine große Uhr auf dem Dach und merkwürdige Zimmer.
Die Figuren
Natürlich sind Dian und Miray dabei. Diesmal, wie sie zu ihrer eigenen Überraschung erfahren, als Verlobte. Es zeigt, dass sie in den Traumwelten unfreiwillig in eine Vorgeschichte schlüpfen, die sie selbst nicht kennen. Sie werden gezwungen, zu improvisieren.
Ein kleines Easter Egg versteckte ich in den Namen der drei Hausmädchen: Agnès, Denise und Paule. Wer sich für Homecomputer der späten 1980er Jahre interessiert, kennt sie. Es handelt sich um die französischen Namensvarianten der drei Spezialchips im Commodore Amiga.
Die Traumwelt
Dian lernt in dieser Episode eine wesentliche Eigenschaft über die Mechanik der Traumwelten. Er bemerkt ein Brandmal an Mirays Oberarm. Dieses Stammt von einer Verbrennung, die sich Miray in einer früheren Traumreise zuzog.
Daraus schließt Dian, dass Verletzungen, die man sich in der Traumwelt zuzieht, permanent sind. Und tödliche Verletzungen? Nun, die sind möglicherweise tatsächlich fatal.
Was habe ich gelernt?
Ursprung dieser Episode war – wie gesagt – eine kurze Szene. Die Schwierigkeit lag darin, um diese Szene herum einen spannenden Plot zu basteln.
Ich brauchte mehrere Anläufe, kam von einer Falschgeldpresse im Keller über eine Liebestragödie in einem Internat zu jener Geschichte, die nun veröffentlicht ist.
Was ich daraus lernte: Es ist (für mich) einfacher, wenn ich mir zuerst Gedanken um den Plot mache.
Überarbeitung
Auch diese Episode überarbeitete ich neu, um sie meinem Schreibstil anzupassen, den ich mir während der dritten Episode aneignete.
Es gab in der Version 2 aber noch etliche weitere Änderungen.
Neue Szenen brachten Dian und Miray näher zusammen. In dieser Episode ist deutlich zu sehen, dass die beiden Protagonisten hervorragend miteinander harmonieren. Aber auch, dass Miray jeden Gedanken an eine Beziehung, die über eine Zweckfreundschaft hinausgeht, sofort abblockt.
Komplett überarbeitet habe ich auch den Showdown. Er lässt Laurent am Leben und gibt Onkel Henri eine bessere Chance, sich aus der Äffäre zu ziehen.
Ich bezeichne die aktuelle Fassung deshalb auch gerne als Director’s Cut.