Mit der kürzlichen Veröffentlichung von AmigaOS 3.2 und der Aussicht auf weitere Updates könnte es interessant sein, eigene EPROMs für den Amiga zu brennen. Glücklicherweise musst du keine teure Ausrüstung mehr kaufen, da EPROM-Brenner und -Löscher erschwinglich geworden sind. Dieser Artikel erklärt, wie ich Amiga-EPROMs zu Hause brenne.
Einkaufsliste
Zuallererst benötigen wir natürlich passende EPROMs. Diese Typen sind mit den meisten Amiga-Modellen kompatibel:
- AMD AM27C400
- Macronix MX27C4100 [sic!]
- STMicroelectronics M27C400
Es ist wichtig, Bauteile mit einer Zugriffszeit von 200 ns oder schneller zu wählen. Modelle wie der Amiga 4000 können sogar auf eine Zugriffszeit von 160 ns gejumpert werden. EPROMs mit 120 ns (oder weniger) sind leicht zu finden und definitiv auf der sicheren Seite. Beachte, dass Macronix die nachgestellte Null abschneidet, ein MX27C4100-12 hat also tatsächlich eine Zugriffszeit von 120 ns.
Zum Brennen der EPROMs verwende ich einen XGecu TL866II Plus Programmer und einen 27C400 Programmieradapter.
Im Gegensatz zu modernem Flash-Speicher können EPROMs nicht elektrisch gelöscht werden, sondern werden gelöscht, indem der Chip hinter dem Quarzglasfenster einer starken UV-Lichtquelle ausgesetzt wird. Aus diesem Grund ist auch ein EPROM-Löschgerät zu empfehlen. Beachte, dass es OTP-ROMs ohne dieses Fenster gibt, sie können überhaupt nicht gelöscht werden.
Keiner dieser EPROM-Typen wird noch produziert. Du findest vielleicht noch Quellen, die NOS-Teile verkaufen, aber in der Regel sind alle Chips auf dem Markt generalüberholt (“refurbished”). Ich bin etwas vorsichtig bei Chips, die zu neu aussehen oder angeblich von AMD hergestellt wurden. Es ist wahrscheinlich, dass es sich dabei nur um Macronix-Chips handelt, die schwarz lackiert und dann per Laser mit einem falschen AMD-Etikett graviert wurden. Ein Wattestäbchen und etwas Nagellackentferner decken den Betrug schnell auf.
Diese gefälschten Teile sind völlig in Ordnung. Sie werden nur wegen der angeblich edlen AMD-Herkunft zu einem höheren Preis verkauft, also kannst du genauso gut die Macronix-Chips direkt bestellen und Geld sparen.
Vorbereitung
Vor dem Brennen eines ROM-Dumps müssen alle geraden und ungeraden Bytes vertauscht werden. Bei Amiga-Modellen mit zwei ROM-Sockeln müssen diese Dumps außerdem in separate Images für das obere und das untere Wort (Upper/Lower Word) aufgeteilt werden. Um die Sache noch komplizierter zu machen, muss ein 256KB-ROM-Dump dupliziert werden, um den gesamten Speicherplatz eines 512KB-EPROMs auszufüllen.
Glücklicherweise liefert die AmigaOS 3.2 CD bereits *.bin-Dateien mit, die bereit zum Brennen sind. Für einfache ROM-Dumps (solche, die in Emulatoren verwendet werden können) kann mein Tool pynaroma zum Byte-Swapping, Splitten und Duplizieren verwendet werden.
ROM brennen
Für den TL866-Programmer verwende ich am liebsten die minipro Controller-Software. Sie ist Open Source und läuft unter Linux, MacOS und vielen anderen Unix-Derivaten, während die Originalsoftware des Herstellers Windows benötigt.
Der Programmieradapter wird in den Programmer gesteckt und das EPROM in den ZIF-Sockel des Adapters eingesetzt, wobei die Kerbe nach oben zeigt und der Chip bündig mit der Unterseite des Sockels abschließt. Stecke das EPROM nicht ohne diesen Adapter in den Programmer, da es sonst während des Betriebs zerstört wird.
Der Adapter simuliert die Pinbelegung eines AM27C4096-EPROMs, daher muss --device 'AM27C4096@DIP40' ausgewählt werden. Die Option --skip-id muss ebenfalls angegeben werden, da minipro den Vorgang sonst abbrechen würde, weil es einen anderen EPROM-Typ erkennt.
Für das Schreiben muss stattdessen die Option --no_id_error verwendet werden. Standardmäßig verwendet das Profil AM27C4096@DIP40 eine Programmierspannung von 13V und eine Schreibspannung von 6.5V. Auf meinen Chips steht VPP=12.5V, also habe ich die Programmierspannung mit der Option --vpp 12.5 reduziert. Es kann auch notwendig sein, die Schreibspannung mit der Option --vdd zu verringern. Schau im Zweifelsfall im Datenblatt nach.
Der erste Schritt ist zu überprüfen, ob das EPROM leer ist.
minipro --device 'AM27C4096@DIP40' --skip_id --blank_check
Wenn nicht, muss es zuerst gelöscht werden. 15 Minuten UV-Lichtbestrahlung im EPROM-Löschgerät sollten ausreichen. Wenn das EPROM danach immer noch nicht leer ist, wiederhole den Vorgang einfach.
Danach kann das ROM-Image (z.B. amigaos.bin) auf das EPROM gebrannt werden:
minipro --device 'AM27C4096@DIP40' --no_id_error --vpp 12.5 --write amigaos.bin
minipro verifiziert den Inhalt nach dem Brennen automatisch, aber du kannst dies auch manuell tun:
minipro --device 'AM27C4096@DIP40' --skip_id --verify amigaos.bin
Und der Vollständigkeit halber, so liest man den Inhalt eines gebrannten EPROMs in eine ROM-Image-Datei aus:
minipro --device 'AM27C4096@DIP40' --skip_id --read amigaos-read.bin
Nach dem Brennen sollte das Fenster abgedeckt werden, um den Chip vor Streulicht (UV) zu schützen. Ein einfacher Papieraufkleber ist ausreichend.
Seit ich meinen Amiga 4000 bekommen habe, dachte ich darüber nach, ob ein Amiga 1200 die bessere Wahl gewesen wäre. Ich meine, der Amiga 4000 ist toll, weil er viel Platz für Erweiterungen hat. Aber andererseits ist er ziemlich klobig und schwer, daher macht es nicht viel Spaß, ihn zu einem Freund oder einer Party mitzunehmen, ganz im Gegensatz zum kompakten und leichten Amiga 1200.
Aber warum nicht beides haben? 😉 Ich hatte ein Amiga 1200-Angebot in der Bucht gefunden, das zu gut war, um es zu ignorieren, also habe ich ihn gekauft.

Es ist ein Amiga 1200 aus der Zeit, nachdem Commodore pleite ging und Escom übernahm und die letzten Amiga-Bestände verkaufte. Die gute Nachricht ist, dass die Escom-Gehäuse aus ABS mit einer Anti-UV-Behandlung hergestellt wurden, sie werden also nie vergilben. Die schlechte Nachricht ist, dass die Tastenkappen nicht behandelt wurden und mittlerweile sehr deutlich vergilbt sind.
Ich habe die Tastenkappen zum Aufhellen an die Experten vom CBM Museum Wuppertal geschickt. Das Gehäuse selbst ist fast in einem neuwertigen Zustand, es brauchte nur ein Bad in warmem Spülwasser.
Lass uns den Computer auseinandernehmen und einen Blick hineinwerfen.

Es gibt eine 2,5-Zoll-Festplatte, die sich als Träger einer Workbench, einiger Spiele und auch vieler fehlerhafter Sektoren herausstellte. Ich werde sie sowieso durch eine SD-Karten-Lösung ersetzen. Die Abschirmung hat etwas Flugrost und war um die ROMs herum verbogen, wahrscheinlich durch gewaltsames Heraushebeln der ROM-Chips mit einem Schraubenzieher. Abgesehen davon ist der Gesamtzustand ganz in Ordnung.

Unter der Abschirmung fand ich das Mainboard in einem guten Zustand vor, vor allem ohne Flugrost auf dem Modulator. Zu meiner Überraschung ist es ein Rev. 1D.1 Board, was eigentlich die erste weit verbreitete Board-Revision war. In einem der letzten Amigas, die jemals produziert wurden, hätte ich eher ein Revision-2-Board erwartet. Jedenfalls hatte ich Glück, denn die Revision 1D.1 soll die stabilste sein, und sie hat auch einen guten Lisa-Chip, der von HP hergestellt wurde. Auf beiden CIA-Chips fand ich Flussmittelspuren, das Board scheint also schon einmal repariert worden zu sein.
Laut meinem Kontakt beim CBM Museum Wuppertal verkaufte Escom alles, was sie in den Commodore-Restbeständen finden konnten. Angeblich produzierten sie auch „neue“ Amiga-Computer mit aufbereiteten Mainboards. Vielleicht ist das einer davon?
Ich habe zuerst Diag-ROMs eingesetzt und die Hardware überprüft, aber keine Probleme gefunden, also habe ich das System auf AmigaOS 3.2 aktualisiert. Als nächstes stand auf meiner To-Do-Liste der Austausch der Elektrolytkondensatoren, da diese im Laufe all der Jahre zum Auslaufen neigen und Schäden an der Platine verursachen. Das habe ich zuvor schon an meinem Amiga 4000 gemacht, aber bei diesem Modell war der Platz etwas begrenzter. Ich musste sogar einen frisch ausgetauschten SMD-Kondensator wieder entfernen, weil ein anderer Kondensator nicht mehr daneben passte.
Um die Stabilität von Turbokarten zu verbessern, wird empfohlen, die Kondensatoren E123C und E125C auf der Unterseite der Platine zu entfernen. Der einfachste Weg ist, zwei Lötkolben wie eine Pinzette zu benutzen.

Nach einer gründlichen Reinigung mit Isopropanol war das Board dann bereit, wieder ins Gehäuse einzuziehen.

Ich möchte den Amiga modernisieren, damit er an einen HDMI-Monitor angeschlossen werden kann. Die RGB-zu-HDMI-Lösung des Amiga 500 funktioniert allerdings nicht mit dem AGA-Chipsatz, also entschied ich mich, eine Indivision AGA MK3 von Individual Computers zu besorgen. Sie wird auf Lisa und einen der CIA-Chips aufgesteckt und bietet einen HDMI-Ausgang sogar mit Ton. (Was eine ziemliche Leistung ist, da beide Chips nicht mit einer Tonleitung verbunden sind.)
Da ich schon dabei war, habe ich den Speicher auch gleich mit einer ACA1211 erweitert. Leider stellte sich heraus, dass AmigaOS 3.2 inkompatibel zur ACA1211 ist, und das System bootet in dieser Kombination nicht. Ich musste wieder zu den originalen AmigaOS 3.0 ROMs zurückkehren. Letztendlich habe ich die ACA1211 gegen eine ACA1234 eingetauscht, die gleichzeitig eine Turbokarte ist und problemlos mit dem neuesten AmigaOS funktioniert.
Um das Kabelgewirr komplett zu machen, ersetzte ich das Diskettenlaufwerk durch ein GOEX-Laufwerk von Centurion Tech.
Centurion bietet auch LED-Platinen mit angepassten Farben an. Ich habe Blau als Power-LED, Grün als Floppy-LED und Rot als Festplatten-LED gewählt.

In der Zwischenzeit habe ich die gebleichten Tastenkappen zurückbekommen. Sie waren wieder fast weiß, aber leider gibt es immer noch einen leichten, aber sichtbaren Gelbstich. Vielleicht kaufe ich ein neues Set Tastenkappen, sobald sie verfügbar sind. Der Amiga würde dann wie neu aussehen.
Das originale Escom-Label ist nur ein billiger Aufkleber. Ich finde es hässlich, also habe ich es durch ein Replika-Commodore-Schildchen ersetzt.
Und dann konnte ich, zum ersten Mal nach meinem Kauf, das Gehäuse des Amiga 1200 wieder schließen.

Bitte heißt den neuesten Zugang in meiner Amiga-Sammlung willkommen!
Nach 22 Jahren habe ich ein Update für eine Software veröffentlicht, die ich Ende der 1990er Jahre für die Amiga-Plattform geschrieben habe. Es handelt sich um einen Treiber für die MacroSystem MaestroPro, eine vollständig digitale Soundkarte. Zusammen mit dem Update habe ich den Quellcode dieser Bibliothek offengelegt.
Der Soundtreiber selbst ist eigentlich gar nicht so interessant. Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt noch viele Leute gibt, die diese Soundkarte benutzen. Interessanter ist, wie ich das Projekt verändert habe, um es Open-Source zu machen und unter Linux sowie anderen modernen Plattformen kompilierbar zu machen. Darum geht es in diesem Artikel.
Versionierung (oder das Fehlen davon)
Das erste Problem, auf das ich stieß, kam ziemlich unerwartet. Damals, in den guten alten Amiga-Zeiten, hatte ich keine Versionskontrollsysteme wie CVS verwendet. Da ich nur ein Hobby-Entwickler war, wusste ich weder von ihrer Existenz noch von ihrem Zweck. Stattdessen machte ich häufig Backups meiner Quellcodes, damit ich sie im Falle eines Festplattenausfalls oder nach einem verpfuschten Code-Redesign nicht verliere. Aber abgesehen davon war Programmieren eine Operation am offenen Herzen des Quellcodes, ohne die Möglichkeit, zu einem früheren Zustand zurückzukehren, von dem man wusste, dass er funktionierte.
Als Ergebnis fand ich mehrere verschiedene Versionen des Projekts auf meiner Amiga-Festplatte, und ich musste herausfinden, welche die neueste war. Bei diesem Projekt hatte ich Glück, weil ich der Hauptdatei des Quellcodes ein Changelog hinzugefügt hatte. Ich musste nur die Kopie mit dem neuesten Changelog finden.
Ohne ein Versionskontrollsystem sind die Quellen aller älteren Versionen verloren, also habe ich gar nicht erst versucht, eine Historie aus den Backups wiederherzustellen. Die letzte Version im Aminet war V41.40, aber ich konnte die Quellen dieser Veröffentlichung nicht mehr finden. Was ich stattdessen fand, war eine V41.50, die nie veröffentlicht wurde. Ich kann mich nicht erinnern, warum ich mich entschied, diese Version nicht zu veröffentlichen. Vielleicht stellten sich die Änderungen als Regression heraus? Vielleicht hatte ich einfach das Interesse am Amiga verloren und mir nicht mehr die Mühe gemacht, sie zu veröffentlichen?
Jedenfalls konnte ich zumindest die neueste Version des Quellcodes finden. Was nun damit tun? Da ich in der Zwischenzeit ein professioneller Softwareentwickler geworden war, war mir klar, dass ich nicht einfach nur die neueste Quellcode-Version (und ein paar zufällige Backups) behalten würde, sondern ich wollte jetzt ein Versionskontrollsystem verwenden.
Heute verwende ich am liebsten git. Es würde gut in meine Entwicklungsumgebung passen und mir erlauben, meine Quellcodes in meinem GitHub-Repository zu veröffentlichen. Aber git wurde nie auf den klassischen Amiga portiert, und das wird es aufgrund seiner Komplexität wahrscheinlich auch nie.
Olaf Barthel hat jedoch eine Portierung von subversion gemacht. Die letzte Veröffentlichung war 2009 und basiert auf einer sehr alten Subversion-Version 1.1.4. Es würde nicht viel Spaß machen, sie zu benutzen, aber es wäre machbar.
Es gibt auch eine CVS-Portierung von Frank Wille, aber ich mochte CVS nie wirklich, also war das keine Option für mich.
Also waren svn und git die einzigen Kandidaten, mit einer starken Präferenz für git, aber svn als einzige Option, die auf AmigaOS funktionieren würde. Die Entscheidung war mit der nächsten Frage verknüpft.
Kompilierung
Auf welcher Plattform möchte ich weiterentwickeln?
Ich könnte weitermachen und das Projekt auf dem Amiga entwickeln, so wie ich es in den 1990er Jahren getan habe. Dort hatte ich alles, was ich brauchte. Ich benutzte GoldEd als Editor, mit angepassten Makros zum Kompilieren meiner Projekte. Ich benutzte PhxAss als Assembler und SAS/C als C-Compiler. Keine dieser Softwares wird noch gewartet, und SAS/C war ein kommerzielles Produkt, das nicht mehr erhältlich ist. Mit diesen strengen Anforderungen wären nur wenige Leute technisch in der Lage, sich an dem Projekt zu beteiligen.
Heute verwenden Amiga-Enthusiasten die vbcc-Toolchain für die Entwicklung. Sie wird immer noch aktiv gepflegt. Und sie läuft auf AmigaOS, aber auch auf allen gängigen Betriebssystemen. Als Editor ist Visual Studio Code eine bevorzugte Wahl, da es ein Amiga Assembly Add-on gibt. Es unterstützt Syntax-Highlighting, Inline-Dokumentation, Debugging und vieles mehr.
Das sind die fehlenden Puzzleteile. Mit vbcc ist es möglich, das Projekt unter Linux und anderen Plattformen zu bauen, sodass fast jeder Amiga-Entwickler in der Lage ist, sich zu beteiligen. Die Entwicklung unter Linux ermöglicht es mir auch, git und all die anderen Tools zu nutzen, an die ich mich gewöhnt habe. Aber mit nur wenigen Änderungen am makefile könnte das Projekt immer noch unter AmigaOS gebaut werden.
Ich entschied mich für den Linux-Weg, aber das ist eine Entscheidung, die jeder Retro-Entwickler für sich selbst treffen muss. Das Cross-Kompilieren eines Amiga-Projekts unter Linux wäre komfortabel (und schnell), ist aber nicht wirklich “retro”. Das Bauen unter AmigaOS entspräche dem wahren Retro-Geist, würde mich aber mit einem veralteten und teilweise ungewarteten Toolset zurücklassen.
Portierung
Es war einfach, die Quelldateien auf mein Linux-Dateisystem zu kopieren und dort ein git-Projekt zu initialisieren. Das nächste Problem, auf das ich stieß, war, dass ich das makefile portieren musste. Es war maßgeschneidert für meine AmigaOS-Umgebung, mit speziellen Assigns für Include-Dateien und Binaries.
Ich erstellte ein neues makefile, das stattdessen Umgebungsvariablen verwendet. AMIGA_NDK zeigt nun auf das entpackte AmigaOS 3.2 NDK, während AMIGA_INCLUDES auf die Include-Dateien externer Abhängigkeiten (wie MUI) verweist. Ich habe vbcc installiert, sodass alle Befehle im $PATH waren.
Danach habe ich alle Quellcodedateien restrukturiert und neu angeordnet. Das Projekt enthält nun nur noch meine eigenen Dateien, die für den Bau des Projekts absolut notwendig sind. Ein Aufruf von make baut dann das Projekt auf meinem Linux-Rechner.
I18n
Es gab ein unerwartetes Problem mit dem Zeichensatz. Während alle modernen Betriebssysteme UTF-8 verwenden, unterstützt AmigaOS dies nicht, sondern verwendet stattdessen ISO-8859-1. Das Ergebnis ist, dass das Repository eine furchtbare Mischung aus beiden Zeichensätzen enthielt. Alle Dateien, die für die Verwendung durch die git-Umgebung gedacht sind (wie die README.md-Datei), sind in UTF-8 gespeichert. Andere Dateien, die AmigaOS-bezogen sind (wie AmigaGuide-Dateien), müssen stattdessen in ISO-8859-1 gespeichert werden.
Ich hatte gehofft, dass ich das richtige Encoding für jeden Dateityp in einer .editorconfig-Datei definieren könnte. Aber leider ignoriert Visual Studio Code die Zeichensatz-Einstellungen und verwendet stattdessen standardmäßig UTF-8. Es war zu einfach, auf diese Weise versehentlich alle Sonderzeichen (wie den Umlaut in meinem Nachnamen) zu zerstören.
Die einzige Lösung, die ich fand, war, UTF-8 oder ISO-8859-1 nur dort zu verwenden, wo es absolut notwendig war, aber für die meisten Dateien benutzte ich ASCII als den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ein eigenes Make-Target make check überprüft alle Dateien auf illegale Zeichen und erzwingt so die korrekte Verwendung der Encodings.
Testen
Natürlich möchte ich das Ergebnis auf AmigaOS testen (und ausführen), entweder in UAE oder auf einem echten Amiga.
Unter UAE können die erstellten Dateien einfach direkt in das Amiga-Festplattenverzeichnis kopiert und dann sofort im emulierten Amiga verwendet werden.
Für den echten Amiga ist es jedoch etwas schwieriger. Ein Weg ist, eine ADF-Disketten-Datei mit xdftool zu erstellen und die Dateien darauf zu kopieren. Diese ADF-Datei kann dann auf einen USB-Stick kopiert und im Amiga über einen Gotek-Diskettenlaufwerk-Emulator gelesen werden.
Ein besserer Weg ist die Verwendung eines einfachen NFS-Servers, der sowohl auf dem Linux- als auch auf dem Amiga-Rechner gemountet ist. Dateien können so leicht ausgetauscht werden. Natürlich setzt das voraus, dass der Amiga über eine Netzwerkverbindung verfügt.
Veröffentlichung
Damals in den Amiga-Zeiten war das Erstellen eines Releases ein vollständig manueller Prozess. Zu diesem Zweck hatte ich ein separates Verzeichnis mit einer Release-Vorlage. Ich kopierte alle kompilierten Dateien manuell an die entsprechenden Stellen dieser Vorlage, packte sie dann und lud sie ins Aminet hoch.
Jetzt möchte ich, dass das git-Projekt in sich geschlossen ist, also befinden sich alle Dateien der Release-Vorlage im distribution-Verzeichnis. Das make release-Target baut das gesamte Projekt, erstellt dann ein frisches release-Verzeichnis, kopiert alle Dateien an die richtigen Stellen und erstellt ein lha-Paket.
Auf einem modernen Linux-Rechner dauert der gesamte Prozess (von einem sauberen Checkout bis zum Distributionspaket) weniger als eine Sekunde. 🤩
Und das war’s. Der Quellcode der maestix.library ist nun offen und auf GitHub verfügbar. Die erste Version, die in der neuen Umgebung gebaut wurde, kann aus dem AmiNet heruntergeladen werden.
CI/CD
Du hast jetzt vielleicht gelacht, aber es ist wahr: Es ist möglich, CI/CD mit Amiga-Projekten zu machen!
vamos ist eine virtuelle Amiga-Laufzeitumgebung, die es ermöglicht, einfache Amiga-Befehle unter Linux auszuführen. Es ist nur eine CPU- und API-Emulation, kein vollwertiger Emulator wie UAE, aber es reicht aus, um Unit-Test-Suites auszuführen.
Es gibt Docker-Images wie docker4amigavbcc, die es zum Beispiel ermöglichen, Commits automatisch über GitLab CI zu bauen.
Und da es einfach ist, neue Pakete ins AmiNet hochzuladen, wäre sogar Continuous Deployment möglich. Erstelle einfach einen Version-Tag und lass deine CI/CD-Kette den Rest erledigen. 🙂
Insgesamt ist es möglich, diese Retro-Projekte auf modernste Weise zu entwickeln, mit einer modernen IDE, Quellcode-Versionierung, plattformneutraler Entwicklung, Unit-Tests und sogar CI/CD.
Ein Jahr oder so, nachdem ich meinen Amiga 500 bekommen hatte, erweiterte ich ihn mit einem GVP Impact Series II A500-HD+ SCSI-Hostadapter und einer 45MB-Festplatte. Er ging zusammen mit dem Amiga 500 in den Ruhestand und wurde jahrzehntelang im Keller gelagert. Aber während der Amiga die Jahre in einem überraschend guten Zustand überstanden hat, hatte der GVP unter der Feuchtigkeit gelitten. Das Gehäuse war vergilbt, hatte aber auch Stockflecken, und der Metallrahmen hatte etwas Flugrost angesetzt.

Alles in allem schien es in einem schlechten Zustand zu sein, der schwer zu restaurieren war. Aber andererseits wäre es traurig, dieses schöne Stück Hardware abzuschreiben, während die ganzen anderen Amiga-Sachen eine Generalüberholung bekamen.
Ich habe das Gehäuse zur Reinigung und zum Bleichen an das CBM Museum Wuppertal geschickt. Es war ein bisschen peinlich, es in diesem schlechten Zustand einzuschicken, aber sie sagten, es kann gereinigt werden und wird danach wie neu aussehen. Mal sehen, ob sie Wunder vollbringen können.
Flugrost
Der Grundrahmen hatte viel Schmutz und Flugrost von der Lagerung, besonders in den Bereichen, die häufig berührt werden. Ich habe etwas Nigrin Auto-Metallpoliturpaste verwendet, um ihn zu reinigen, aber wahrscheinlich hätte es auch jede Metallpolitur für die Küche getan. Es war ein bisschen Arbeit, aber danach sah es fast wie neu aus.
Selbstversorgung (Self-Powering)
Es gab zwei Dinge, die mich an diesem Controller immer genervt haben. Das eine war der winzige Lüfter, der die Festplatte kühlen sollte, aber eine Menge Lärm machte. Das andere war, dass ein separates externes Netzteil benötigt wurde, um die Festplatte mit Strom zu versorgen.
Ich habe mir immer gewünscht, dass sich der Controller einfach selbst aus dem Amiga versorgt, aber mir war klar, dass die mechanische Festplatte dafür zu viel Strom zog. Das originale Fujitsu-Laufwerk verbrauchte etwa 10W! Mit einem SCSI2SD-Adapter ist der Stromverbrauch deutlich geringer, sodass eine Selbstversorgung machbar ist. Der SCSI2SD V5.2 Adapter zieht nur etwa 10mA, oder 0,05W.
Der Controller kann leicht modifiziert werden, um seinen Strom vom Amiga zu bekommen. Es gibt einen Blogbeitrag von davem2, der das erklärt. Alles, was du tun musst, ist, die Pads CN5 und CN6 mit etwas Lötzinn zu überbrücken.

Da der SCSI2SD-Adapter auch keine aktive Kühlung benötigt, konnte ich den lauten Gehäuselüfter endlich endgültig abgeklemmt lassen.
Achte nach der Modifikation darauf, das GVP-Netzteil nie wieder an den Controller anzuschließen. Es würde den Amiga über den Kartenanschluss mit Strom versorgen, was sehr wahrscheinlich zu Schäden an deiner Hardware führt. Verwende nach der Modifikation auch keine mechanischen Festplatten mehr. Wenn du stattdessen weiterhin das originale Netzteil verwenden möchtest, solltest du es vorher von einem Techniker überprüfen lassen.
Firmware-Upgrade
Durch einen glücklichen Zufall habe ich die neueste Firmware v4.15 in Ralph Babels Amiga-Archiv gefunden. Durch einen weiteren glücklichen Zufall fand ich auch ein 27128 EPROM in meiner Ersatzteilkiste, das einst von einem alten Mainboard abgelötet wurde.
Die originale Firmware hätte auch gut funktioniert, aber wenn es eine Möglichkeit für ein kostenloses Update gibt, warum sollte man sie nicht nutzen?

Wenn du stattdessen ein 27256 EPROM verwendest, achte darauf, das Image zweimal zu brennen, da die Hardware nur auf die obere Hälfte des Speichers zugreift.
Abschließende Arbeiten
Da sich auf dieser Platine keine Elektrolytkondensatoren befinden, gibt es keinen Bedarf für ein Recapping. Eine kleine Modifikation habe ich trotzdem vorgenommen: Ich habe die LEDs durch blaue (Power) und rote (Disk) ersetzt, da das zu einer Art Signaturfarbe für alle meine Computer geworden ist.
Danach habe ich der Platine ein gründliches Bad in IPA gegönnt und den Platinenstecker mit einem Kontaktreiniger gesäubert.

Ich habe auch zwei 1MB/70ns 30-Pin SIMM-Module für ein paar Euro in der Bucht gefunden, sodass ich das verfügbare Fast-RAM auf atemberaubende 4MB insgesamt verdoppeln konnte. (Denk daran, die Jumper entsprechend zu ändern, da es keine automatische Erkennung gibt.)
Zusammenbau
In der Zwischenzeit hatte das CBM Museum Wuppertal die gereinigte und gebleichte Abdeckung zurückgeschickt. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet! Das Gehäuse sieht fast wie neu aus. Die Schimmel- und Schmutzflecken sind weg, und das Bleichen brachte die originale “Amiga-Beige”-Farbe zurück.

Da der SCSI2SD-Adapter ohne jegliche Art von Montagerahmen geliefert wird, musste ich mir selbst einen 3D-drucken. Leider kollidierte er mit dem Gehäuselüfter, sodass ich ihn schließlich einfach komplett entfernt habe.

Und das war’s. Der GVP-Festplattencontroller ist wieder mit seinem Amiga 500 vereint. Ich bin sicher, sie haben einander vermisst. 😉

Das hässliche Entlein ist endlich wieder ein wunderschöner Schwan geworden!
In dem ersten Teil habe ich den Amiga auseinandergenommen und das Mainboard repariert. In diesem zweiten Teil werde ich mich um ein neues Netzteil kümmern und das System dann wieder zusammenbauen.
Neues Netzteil
Es gibt auch Kondensatoren im Netzteil, die über die Jahre austrocknen und ausgetauscht werden müssen. Da ich jedoch kein ausgebildeter Techniker bin, lasse ich die Finger von jeglicher Hardware, sobald Netzspannung im Spiel ist.
Überraschenderweise passt ein Standard-SFX-Netzteil perfekt in die Netzteilöffnung an der Rückseite des Amiga-Gehäuses. Sogar die beiden Schraubenlöcher des Gehäuses passen perfekt, fast so, als wäre der SFX-Formfaktor genau für diesen Zweck erfunden worden. Unter dem Netzteil ist ausreichend Platz für den Lüfter, um die warme Luft aus dem Gehäuseinneren nach draußen zu befördern. Es gibt auch genug Platz für den längeren SFX-L-Formfaktor. Die meisten davon verwenden einen leisen 120-mm-Lüfter. Es wird lediglich ein Rahmen benötigt, auf dem das Netzteil sitzen kann.
Allerdings sind nicht alle SFX-Netzteile für den Amiga geeignet. Der Grund dafür ist, dass bei modernen PCs die Hauptlast auf der 12V-Leitung liegt, und es gibt auch eine 3,3V-Leitung. Beim Amiga liegt die Hauptlast jedoch auf der 5V-Leitung, die Last auf der 12V-Leitung ist vernachlässigbar, und die 3,3V-Leitung wird überhaupt nicht benötigt. Die meisten modernen Netzteile werden über die 12V-Leitung reguliert. Wenn dort zu wenig Last anliegt, können die anderen Spannungen instabil werden. Im besten Fall stürzt der Amiga dann einfach ab. Im schlimmsten Fall wird seine Hardware beschädigt. Es gibt Experten, die generell davon abraten, PC-Netzteile als Ersatznetzteil zu verwenden, also lass mich ein paar Warnungen aussprechen, bevor ich mit dem Artikel fortfahre.
WARNUNG: Ich empfehle, das originale Amiga-Netzteil zu behalten und es von einem Experten überholen zu lassen. Die Verwendung eines anderen Netzteils kann dauerhafte Schäden an deinem Amiga verursachen, möglicherweise erst Jahre nach dem Umbau. Selbstgebaute Stromadapter können deinen Amiga beschädigen, wenn sie falsch verkabelt sind, und bei Unterdimensionierung oder Kurzschluss sogar einen Brand verursachen. Du machst den folgenden Umbau auf eigenes Risiko nach. Im Zweifelsfall solltest du dein originales Amiga-Netzteil weiterverwenden.
Das originale Amiga 4000 Netzteil hat eine maximale Last von 145W. Selbst das kleinste SFX-Netzteil kann weit mehr als das liefern, also kannst du im Grunde jedes Netzteil wählen, das mindestens 90W (18A) auf der 5V-Leitung liefert. Dennoch ist die tatsächliche Auswahl sehr klein. Erstens sollte das Netzteil die 5V über einen separaten DC/DC-Wandler erzeugen, damit die Spannung stabil bleibt, auch wenn fast keine Last auf der 12V-Leitung anliegt. Zweitens muss der Netzteillüfter die ganze Zeit aktiv sein, da er der einzige Lüfter im Amiga ist, der die warme Luft aus dem Gehäuse transportiert. Viele moderne Netzteile haben jedoch eine hybride Lüftersteuerung und arbeiten bei geringer Last in einem passiven Kühlmodus.
Für meinen Amiga verwende ich:
- Ein be quiet! SFX-L Power 500W Netzteil. Laut Hersteller werden die 5V von einem DC/DC-Wandler erzeugt, und alle gelieferten Spannungen haben eine spezifizierte Mindestlast von 0A. Außerdem ist der Lüfter permanent in Betrieb, aber dennoch fast unhörbar. Einige der Anschlüsse des modularen Designs kollidieren mit dem Netzschalter, aber das ist kein Problem, es sei denn, du planst, mehr als drei Laufwerke zu verwenden.
- Einen 3D-gedruckten SFX-Adapterrahmen.
- Einen Canal PSD-1 Netzschalter. Sie werden nicht mehr hergestellt, sind aber noch auf Online-Marktplätzen zu finden. Wenn du keinen bekommen kannst, kannst du auch den aus deinem originalen Netzteil nehmen. (Öffne nicht das Netzteilgehäuse, sondern bitte einen Experten, ihn für dich auszubauen.)
- Einen ATX-zu-Amiga-Stromadapter. Ich habe mir selbst einen gebaut, unter Verwendung eines “ATX to Acer 12-pin” Stromadapters, eines TE Connectivity Mate-N-Lok 6-poligen Steckers, der heute noch erhältlich ist, und einer Crimpzange. Einige Amiga-Shops verkaufen auch fertig montierte Adapter.
Um den Stromadapter zu bauen, müssen die Kabel zwischen dem Amiga-Stromstecker und dem entsprechenden Pin des ATX-Stromanschlusses verbunden werden. Der PS_ON# und einer der COM-Pins werden mit dem Netzschalter verbunden. Alle Kabel sollten ausreichend dimensioniert sein.
Wenn alles zusammengebaut ist, stell sicher (stell doppelt sicher, stell sogar dreifach sicher), dass die Verkabelung korrekt ist, aber steck den Stecker noch nicht in das Mainboard. Drücke nun den Einschaltknopf und überprüfe die Spannungen. PWR_OK sollte 5V haben, aber es könnte flattern oder sogar 0V sein, weil das Netzteil im Moment keine Last hat. Die anderen Spannungen müssen korrekt sein und innerhalb einer Toleranz von 5% liegen. Halte den Test kurz, da er das Netzteil belasten kann.
Für den ersten Live-Test habe ich das CPU-Modul, die SIMMs und alle Zorro-Karten entfernt. So bootet der Amiga natürlich nicht. Aber falls etwas schrecklich schiefgehen sollte, wäre der Schaden nur auf das Mainboard beschränkt (was immer noch schlimm genug ist).
Dann habe ich den Strom eingeschaltet, zum ersten Mal seit vielleicht 20 Jahren. Die Power-LED leuchtete auf. Es gab keinen Rauch, keinen Geruch nach verbrannter Elektronik, alle Chips blieben kühl. Ich habe die Stromleitungen überprüft, und alle Spannungen lagen im erwarteten Bereich. Das sah richtig gut aus! Ich habe den Strom wieder ausgeschaltet.
Jetzt war ich zuversichtlich genug, das CPU-Modul und die SIMMs wieder einzubauen. Ich habe auch einen Scandoubler eingesetzt und einen Monitor daran angeschlossen. Dann habe ich das System wieder eingeschaltet. Und ein paar Sekunden später hatte ich ein Bild.

Ich war wahrscheinlich noch nie so glücklich, den Amiga-Boot-Bildschirm zu sehen! 🥲
Ich hatte etwas Geld und viele Wochenenden in das Restaurierungsprojekt investiert, mit ungewissem Ausgang. Die ganze Geduld hatte sich endlich ausgezahlt.
Zusammenbau
Die alten mechanischen Festplatten waren laut, langsam und produzierten viel Wärme. Da ich meinen Amiga so leise (und modern) wie möglich haben möchte, habe ich mich stattdessen für einen SCSI2SD Festplattenemulator entschieden. Alternativ kann auch ein IDE-zu-Compact-Flash-Adapter an den internen IDE-Header angeschlossen werden.
Abgesehen davon habe ich nur ein Diskettenlaufwerk im Laufwerkskäfig gelassen, aber vielleicht werde ich es später durch einen Gotek-Diskettenlaufwerksemulator ersetzen. Die minimalistische Ausstattung und das modulare Design des Netzteils sorgen für ein sauberes und aufgeräumtes Aussehen auf dieser Seite des Gehäuses. Es ist auch gut für die Belüftung.

Auf der anderen Seite sind die frisch mit neuen Kondensatoren versehenen MaestroPro- und Toccata-Soundkarten bereits wieder an ihre Zorro-Steckplätze zurückgekehrt.

Werfen wir einen Blick auf das Äußere. Das CBM Museum Wuppertal hat wieder hervorragende Aufhellungsarbeit geleistet. Die Tastatur sieht aus wie neu, und die Umrisse des alten Aufklebers auf der Vorderseite sind jetzt fast unsichtbar. Auch die Lackiererei hat gute Arbeit geleistet, die Abdeckung sieht jetzt fast nagelneu aus.
Ich habe versucht, meine originale Workbench-Installation aus den 1990er Jahren zu verwenden, die ich danach in einem UAE-Emulator weiterverwendet hatte, aber sie war zu durcheinander und brachte den echten Amiga beim Booten zum Absturz. Schließlich habe ich aufgegeben und eine frische Workbench 3.2 von Grund auf neu installiert.
Was noch fehlt, ist ein ZZ9000. Er wird hauptsächlich als HDMI-Grafikkarte und Ethernet-Karte dienen. Danach ist mein guter alter Amiga 4000 wieder bereit für seriöse Amiga-Programmierung. 😉
Danksagung
Ein Restaurierungsprojekt wie dieses ist ohne die Hilfe einiger Leute nicht möglich. Zunächst einmal möchte ich den Mitgliedern des A1K.org Amiga Board danken, insbesondere halbvier für die Organisation der seltenen Teile, die ich für die RTC-Reparatur benötigte. Ich möchte den Leuten vom CBM Museum Wuppertal für das sorgfältige Aufhellen der Plastikteile und für das nette Gespräch danken, das wir hatten. Ich möchte auch Jan Beta danken, weil sein YouTube-Kanal mich dazu inspiriert hat, meine beiden Amigas zu restaurieren.
Dieses Projekt ist meinem Bruder Robert gewidmet, der mir das Löten beigebracht und gezeigt hat, wie man alte Hardware repariert. Ich vermisse dich.
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Lies über LinuxJedis doppelte A4000-Restauration.













